
Zwischen Avantgarde und Backlash: zur Lage der Gendergerechtigkeit in der Neuen Musik
Sendung vom 17. April 2025 im SWR2
Im Jahr 2016 offenbarte die Studie „GRID – Gender Research in Darmstadt“ ein massives Ungleichgewicht bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik: Zwischen 1946 und 2014 waren weniger als ein Zehntel der aufgeführten Stücke Kompositionen von Frauen. In der Folge wurde viel über Diversität und Gendergerechtigkeit diskutiert, flankiert vom Hashtag #metoo, der ab Oktober 2017 auf der ganzen Welt auf Missbrauch, sexuelle Belästigung und Diskriminierung aufmerksam machte.
Was hat sich seither in der Szene der Neuen Musik verändert? Wo besteht weiter Verbesserungsbedarf? Eine Bestandsaufnahme.

Von Viren, Körpern, Raum. Die Komponistin Elisabeth Schimana
Sendung im SWR2 vom 14.11.2024

Seit über vierzig Jahren macht Elisabeth Schimana Musik – als Performerin, als Komponistin und als Radiokünstlerin. Ihr kreatives Zuhause fand sie in der elektronischen Musik und war damit als Frau in Österreich eine der Pionierinnen.
Anfänglich experimentierte sie vor allem mit ihrer eigenen Stimme. Heute hat sie in ihrer „Virus“-Serie zu einer Reduktion der Mittel gefunden: Schimana erzeugt live eine elektroakustische Audiopartitur, auf die die Musiker*innen mit ihren Instrumenten unmittelbar reagieren.

Eltern sein, Musiker bleiben: Das Lied von Klang, Care und Vereinbarkeit
Sendung im Musikfeuilleton vom Deutschlandfunk Kultur vom 13.12.2024
Wer ein Kind bekommt, merkt schnell: Der Balanceakt zwischen Familie und Beruf fällt schwer. Besonders herausfordernd ist die Situation für Menschen, die mit Musik ihr Geld verdienen. Konzerte müssen gespielt werden, wenn das Kind ins Bett gebracht werden muss. Wohin mit dem Kind, wenn eine Tournee ansteht? Und wenn der Kopf voll ist mit allem, was für den Familienalltag organisiert werden muss, wo sollen dann eigentlich die kreativen Einfälle herkommen?
Schon immer finden Musikerinnen und Musiker für all diese Fragen Lösungen – und zahlen zugleich dafür einen hohen Preis. Was müsste sich an den Arbeitsstrukturen verändern, damit Musik und Elternschaft besser vereinbar ist? Die Musikerinnen und Musiker Lisa Bassenge, Berit Jung, Andi Bühler und Malte Giesen geben Auskunft.

Der Herr der Pfeifen: Der Orgelbauer Kristian Wegscheider

Am 30. April 2021 lief meine Sendung über den Orgelbauer Kristian Wegscheider im Musikfeuilleton vom Deutschlandfunk Kultur und kann dort online nachgehört werden.
Darin stellt Kristian Wegscheider die Vielzahl der Materialien vor, die zum Bau einer Orgel notwendig sind – von Arsen über Hasenhautleim bis Zink. Und er erzählt von seinem Werdegang zum Orgelbauer, der noch in der DDR begann und ihn noch 1989 in die Selbständigkeit führte.

Zeitströmungen hörbar machen: 20 Jahre Mondrian Ensemble
Radiosendung von Friederike Kenneweg
16. Februar 2021 im Deutschlandfunk Kultur

Tamriko Kordzaia und Karolina Öhman.
Foto: Arturo Fuentes
Das Mondrian Ensemble aus Basel kontrastiert in seinen Konzertprogrammen alte mit neuer Musik. Dadurch werden Zusammenhänge zwischen den Zeiten hörbar – z.B. die Parallelen zwischen den Kompositionen Jannik Gigers und einem Streichtrio von Schubert oder Schumann-Fantasien. Anlässlich ihres Jubiläums geben die vier Musikerinnen Einblicke in die Ensemblegeschichte.


Neue Kompositionen für alte Instrumente: Grüße aus der Steinzeit
Radiosendung von Friederike Kenneweg
9. Oktober 2020 im Deutschlandfunk Kultur

Schon vor etwa 40 000 Jahren siedelten Menschen in der Schwäbischen Alb. In den dortigen Höhlen wurden Skulpturen gefunden, die vom ästhetischen Empfinden der steinzeitlichen Menschen zeugen. Dass sie auch Musik gemacht haben, zeigen Überreste von Flöten, die aus Schwanen- und Mammutknochen gefertigt wurden. Die Flötistin Anna Friederike Potengowski erforscht Reproduktionen dieser Steinzeitflöten und macht zusammen mit dem Schlagzeuger und Komponisten Georg Wieland Wagner damit Musik.

Übers Üben. Einblicke in einen geschützten Raum.
Radiosendung von Friederike Kenneweg
15. September 2020 im Deutschlandfunk Kultur

Üben gehört zum Alltag eines jeden Musikers. Auch wenn die Arbeit an einem Stück manchmal monatelang dauert: das Publikum kriegt davon wenig zu sehen.
Es geht im intimen Proberaum um die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen, um Kämpfe, Blockaden und Selbstüberwindung, um das Finden der eigenen Position, um Selbstbehauptung und Mut.

Musik aus dem Äther. 100 Jahre Theremin
Radiosendung von Friederike Kenneweg
10. März 2020 im Deutschlandfunk Kultur

Um 1920 entwickelte der russische Ingenieur Lew Sergejewitsch Termen mit dem Theremin das erste elektronische Musikinstrument der Welt. Sein Klang wirkt schwebend und sphärisch, ohne seine elektronische Herkunft verbergen zu können.
Die Lebensgeschichte seines Erfinders Lew Termen erinnert an einen Agententhriller, der alle großen Konflikte des 20. Jahrhundert in sich vereint: Revolution und Terror, Goldene Zwanziger und Weltwirtschaftskrise, Abhörtechnik, GULAG, Kalter Krieg und schließlich: Perestroika.

